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Nordsee » Bremer Weserkahn Franzius kommt nach Wangerooge!
Der Bremer Weserkahn “Franzius” wird im Rahmen seiner Segeltörns im ostfriesischen Wattenmeer auch Wangerooge anlaufen. Vom 26. bis 28.Juli stehen mehrere Exkursionen ins Wattenmeer auf dem Programm. Mit seinem geringen Tiefgang und einmaligen Ambiente ist der Weserkahn “Franzius”, ein historischer Nachbau aus Holz, das ideale Schiff für jede Art dieser Exkursionen im Weltnaturerbe und Nationalpark Wattenmeer. In dieser Welt mit Sandbänken, Seehunden und –Schwalben wird das Leben an Bord vom Rhythmus der Gezeiten bestimmt, der den Alltag schnell vergessen lässt. Ob beim Trockenfallen und Warten auf die Flut, beim Anker hieven oder beim Segelsetzen und –bergen, an Bord sind alle Trainees mit dabei und packen unter fachkundiger Anleitung mit an. Teamwork ist angesagt. Wer beim Törn mit dabei sein möchte, wende sich an Helmut Detken unter Tel. 0421 2576830.

Weserkahn Franzius
Die “Franzius” wurde einst als Qualifizierungsprojekt ganz aus Holz gebaut, Das 30 m lange und 6,50 m breite Plattbodenschiff hat eine Kapazität von 30 Personen bei Tagesfahrten und ist eine Nachbildung jener Lastensegler, die bis zum 19.Jahrhundert Güter in die vielen kleinen Häfen der Weserregion bis nach Bremen verteilten. Für zahlreiche Auswanderer war die Fahrt auf einem solchen Kahn der erste Teil einer beschwerlichen Reise in die neue Welt. Als die Weser zunehmend versandete, sicherten die Weserkähne die Stellung Bremens als Hafenstadt. Mit Abschluss der großen Weserkorrektion und der Vertiefung der Weser auf zunächst 5 m unter Seekartennull durch den Bremer Wasserbauingenieur Ludwig Franzius Ende des 19. Jahrhunderts waren die Weserkähne ohne Beschäftigung und verschwanden aus dem alltäglichen Bild der Flussregion Unterweser. Heute gibt es kein Original dieses Schiffstyps mehr. Der Nachbau ist jetzt im Besitz des Bremer Weserkahn “Franzius” e.V. (
www.franzius-weserkahn.de), gegründet von einer Gruppe Bremer Kaufleute, die sich der Erhaltung des kulturellen maritimen Erbes der Freien Hansestadt Bremen verpflichtet fühlen.