Nov
03

Der schwimmende Weihnachtsbaum, der Wintermarkt und tausende Lichter in Carolinensiel-Harlesiel laden ein.

Überall im ganzen Land leuchten die Lichter zur Advents- und Weihnachtszeit, so auch in Carolinensiel. Durch seine Lage am Meer ist es fast selbstverständlich, dass der große Weihnachtsbaum in Carolinensiel auf dem Wasser aufgestellt wird. Am Samstag, den 26. November, wird der “Schwimmende Weihnachtsbaum” bereits im 17. Jahr von den Mitgliedern des Stammtisches Sielkrug mit Hilfe eines Autokrans auf einem Schwimmponton im Museumshafen errichtet. Allein dieses Schauspiel ist schon Grund genug für einen Ausflug ins Nordseebad Carolinensiel. Bevor der Weihnachtsbaum dann am Abend gegen 18:00 Uhr zum ersten Mal wieder erstrahlt und den romantischen Museumshafen in ein einmaliges, weihnachtliches Ambiente taucht, gibt es aber noch mehr in Carolinensiel zu erleben.

Der schwimmende Weihnachtsbaum in Carolinensiel

Der schwimmende Weihnachtsbaum in Carolinensiel


Während des Aufbaus können sich Schaulustige auf dem kleinen Weihnachtsmarkt die Zeit vertreiben und bei Glühwein und Bratwurst sich auf den Nikolaus freuen. Der kommt nämlich in Carolinensiel traditionsgemäß schon am Samstag vor dem 1. Advent, um die Kleinsten zu beschenken. Und wie könnte es anders sein, der Nikolaus kommt natürlich mit dem Schiff in den Hafen, genauer gesagt wird er etwa gegen 16:45 Uhr mit dem Raddampfer Concordia II im Museumshafen von Carolinensiel erwartet.

Und ein weiteres Highlight erwartet die Besucher in Carolinensiel-Harlesiel – das Lichtermeer. Nun schon zum 5. Mal erstrahlt der gesamte Ort wieder in einem einzigartigen Lichterglanz. Entlang der Harle bis zum Schöpfwerk in Harlesiel, dessen Farbspiel im Innern immer wieder Neugierige schon von weitem anlockt, sind viele Bäume mit Lichterketten bestückt, Laternen mit Sternen und Lichtsegeln geschmückt oder rotierende Sterne werden auf Hauswände projiziert. Allabendlich bis ins Neue Jahr hinein können Einheimische und Gäste das Lichtermeer bei einem Spaziergang oder, jeweils am Samstagnachmittag, alles auch vom Wasser her bewundern bei einer Lichterfahrt mit dem Raddampfer CONCORDIA II, Abfahrt 16:30 Uhr ab Museumshafen.

Und damit man sich gelegentlich mal aufwärmen kann bei einer heißen Tasse Ostfriesentee mit Kluntje und einem Wölkchen Sahne oder nach dem Spaziergang bei einem leckeren Abendessen, hat sich auch die Gastronomie auf die vielen Besucher rechtzeitig eingestellt und ihre Betriebe weihnachtlich hergerichtet. Lassen Sie sich überraschen! Ob bei Punsch und Glühwein an der Strohbar im Freien oder bei einem romantischen Dinner mit Kerzenschein.

Der diesjährige Veranstaltungskalender zur Weihnachtszeit hat ebenfalls wieder einiges zu bieten. Viele kleine Veranstaltungen, wie Tee- und Weinverkostungen, Konzerte in der Deichkirche und Vorlesungen im Deutschen Sielhafenmuseum, Boßeln für Gäste, Nikolausschwimmen, versch. Themenabende in der Sauna oder spezielle Wellnessangebote zum Winter stimmen auf die Winterzeit ein. Nicht zu vergessen das Jahres-Abschlusskonzert des Shanty-Chors Carolinensiel, der Wintertag im Deutschen Sielhafenmuseum und wir freuen uns auch wieder auf die “längste brennende Friesengeistmeile der Welt”, die am 29.12. um 17:00 Uhr noch mal für Furore sorgen wird. Jeder, der einen Holzschuh mit leeren Friesengeistgläsern mitbringt, bzw. zuvor in der Gastronomie oder auf dem Wintermarkt erworben hat, kann teilnehmen. Wie bereits in den letzten Jahren kann man sich seinen Holzschuh wieder individuell beschriften lassen, bevor die Gläser dann mit Friesengeist befüllt werden und von der Freiwilligen Feuerwehr Carolinensiel alle gemeinsam angezündet werden.

Rund um den Schwimmenden Weihnachtsbaum im Museumshafen wird auch in diesem Jahr ab dem 1. Dezember bis zum Neujahrstag wieder der schon traditionelle Wintermarkt mit vielen kulinarischen und winterlichen Angeboten von der Wirtegemeinschaft Carolinensiel aufgebaut. In der Adventszeit ist der Wintermarkt jeweils von Donnerstag bis Sonntag geöffnet und vom 2. Weihnachtstag bis zum Neujahrstag täglich.

Insgesamt ist die Advents- und Weihnachtszeit in Carolinesiel wieder ein schöner Anlass für einen Ausflug an die Küste und den Besuch des Lichtermeers. Aktuelle Informationen und Termine finden Sie zeitnah auf www.Lichtermeer-Carolinensiel.de

Sep
07

Das Deutsche Sielhafenmuseum in Carolinensiel beteiligt sich mit einem attraktiven Programm am Tag des offenen Denkmals und lädt am Sonntag, 11. September, alle Interessierten bei freiem Eintritt in die drei Museumshäuser rund um den historischen Hafen ein.

Das zentrale Motto des Tags des offenen Denkmals, der jedes Jahr bundesweit begangen wird, ist in diesem Jahr “Romantik, Realismus, Revolution – Das 19. Jahrhundert”. Das 19. Jahrhundert war die Blütezeit der Segelschifffahrt in Ostfriesland und bildet den inhaltlichen Schwerpunkt in den Ausstellungen des Sielhafenmuseums. Allein die drei denkmalgeschützen Museumshäuser rund um den historischen Hafen spiegeln diese Epoche anschaulich wider: das “Kapitänshaus” von 1803 als typisches Wohn- und Geschäftshaus und die beiden Speichergebäude “Alte Pastorei” und “Groot Hus” aus den Jahren 1800 bzw. 1840. In der Ortsführung um 11.00 Uhr mit Hajo Becker und in der Führung durch das Groot Hus um 15.30 Uhr mit Museumsleiter Manfred Sell wird u.a. auf die Geschichte dieser Häuser eingegangen.

Untrennbar mit der Geschichte der Sielhäfen verbunden sind die traditionellen Plattbodenschiffe, die im Museumshafen zu bestaunen sind. In einem besonderen Workshop baut Wilhelm Oberzier mit interessierten Kindern und ihren Eltern ein ca. 30 cm langes Schiffsmodell nach historischem Vorbild von 11.00 bis 13.00 Uhr im Groot Hus. Kinder können sich mit einem Elternteil unter der Telefonnummer 04464-86930 oder unter info@dshm.de zum Workshop anmelden. Für jedes Boot wird 9,50 € berechnet.

Von 14.00 bis 17.00 Uhr gibt Julia Kaffarnik von “Musealog” einen Einblick in die Museumsdokumentation mit Objektfotografie und Datenbank. Eine besondere Attraktion sind die Hafenrundfahrten mit der MARIE VAN’T SIEL, die stündlich ab 12.00 Uhr am Anleger Alte Pastorei ablegt. Außerdem heißt es ab 11.00 Uhr wieder “open ship” auf dem Museumskutter GEBRÜDER. Der Förderkreis des Sielhafenmuseums lädt zu einer Teepause mit selbstgebackenem Kuchen in die Schifferkneipe des Kapitänshauses ein. Der ehrenamtliche Mueumsmitarbeiter Klaus Meller führt in die Geheimnisse der Navigation an der Navigationsstation ein.

Das Museum ist täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Am Tag des offenen Denkmals ist der Eintritt kostenlos. Weitere Informationen unter www.dshm.de.

Aug
08

Neuester Zugang am Museumshafen: "gemeiner Badegast, homo badensis"

Keiner, der seit Montag die neue Skulptur am Museumshafen in Carolinensiel sieht, kann sich ein Schmunzeln verkneifen, der “gemeine Badegast” zeigt Wirkung. Auf Initiative von Christoph Essing, Eigner eines der traditionellen Segelschiffe im Museumshafen, beschäftigte sich der gelernte Zimmermann und Künstler Wolfgang Wefer aus Hude mit dem Stück eines alten Dalbens, der ursprünglich im Hafen von Spiekeroog stand. Ziel war es eine originelle Skulptur mit Bezug zum Museumshafen zu schaffen. Es wurde die freundliche Karikatur eines “gemeinen Badegastes”, der es seinen real lebenden Vorbilder nachmacht, er fotografiert den Museumshafen.
In früheren Zeiten wurden die Touristen überall an der Küste als Badegast bezeichnet. Aber auch bei der Marine wurde der Begriff über Jahrzehnte für die nicht seemännisch tätigen Besatzungsmitglieder, wie z.B. Arzt o.ä. benutzt, “die sind an Bord ja fast wie im Urlaub”.
Die Skulptur wurde dem Deutschen Sielhafenmuseum zum Dank für die vielen Initiativen zur Bewahrung der traditionellen Schifffahrt übergeben. Der Künstler Wolfgang Wefer wird während der WattenSail am kommenden Wochenende vor Ort sein und an einer weiteren Skulptur arbeiten.

Nach getaner Arbeit, v.l.: Initiator Christoph Essing, Badegast, Herbert Marx und der Künstler Wolfgang Wefer.

Jul
22

Leere Netze

Informationsveranstaltung im Deutschen Sielhafenmuseum in Carolinensiel
Fischerei zwischen Globalisierung und Meeresschutz

Die Arbeitsstelle Agrarhandel und Fischerei des Evangelischen Entwicklungsdienstes und der Verein für Internationalismus und Kommunikation e.V. organisieren vom 25. Juli bis zum 14. August 2011 zusammen mit Diaba Diaop und Gaoussou Gueye aus Westafrika eine Veranstaltungsrundreise entlang der norddeutschen Küste. Das zentrale Thema der Veranstaltungen ist die Fischerei und ihre globalen Auswirkungen am Beispiel der Situation der Kleinfischer vor der deutschen und der westafrikanischen Küste. Dabei möchten wir einen Bogen spannen, der deutlich macht, dass die Meerespolitik und speziell die Fischerei Problematiken darstellen, die nur international zu lösen sind und die Situation vor Westafrika durchaus mit der an der norddeutschen Küste verknüpft ist.

Den Zeitraum für diese Rundreise wurde gewählt, um während der Urlaubssaison viele Menschen aus unterschiedlichen Orten an der Küste mit der Thematik zu erreichen und zum anderen um im Vorfeld der Neuformulierung der Gemeinsamen Fischereipolitik der EU die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Bedeutung der hier 2012 anstehenden Entscheidungen zu lenken. Die Reise führt durch Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Am 28. Juli findet eine Informationsveranstaltung in der Galerie in der Alten Pastorei im Deutschen Sielhafenmuseum statt, die mit einer Vorstellung der Veranstalter und Gäste sowie zwei kurzen Einführungen in die Situation der Fischerei an der norddeutschen Küste und in die globale Dimension der Meerespolitik eingeleitet werden. Es folgen zwei Beiträge der Gäste aus Westafrika, die den Alltag in der Kleinfischerei und im Fischhandel wie auch die sozialen und politischen Bedingungen denen dieser Alltag unterliegt beschreiben. Eine Übersetzung der Beiträge ins Deutsche ist gewährleistet. Am Abschluss steht eine offene Diskussion und es gibt ausreichend Zeit für Nachfragen.

Weitere Informationen unter www.fair-oceans.info

Jul
07

Der Beginn der Sommerferien ist auch für das Deutsche Sielhafenmuseum und das Nationalpark-Haus der Start in die Hauptsaison. Am Dienstag, den 12. Juli stehen wieder die Kinder und Familien im Mittelpunkt aller Aktionen. Viele Bastelangebote, Navigation für den seemännischen Nachwuchs, aber auch die Lesung von Dorothee Jostes aus ihrem Buch „Klabautermänner gibt es nicht!?“ versprechen einen spannenden Tag für Groß und Klein. Kinder bis zum 16. Geburtstag zahlen keinen Eintritt. Das gesamte Programm findet sich unter www.dshm.de oder auch auf der Facebook Seite des Museums.

Beim Bau von Holzbooten kommt die Fantasie zum Blühen

Beim Bau von Holzbooten kommt die Fantasie zum Blühen

Jul
07

… – die modernste Wellness-Einrichtung an der ostfriesischen Nordseeküste öffnet ihre Türen.

Neuharlingersiel, 06.07.2011 | Fern von jeder Hektik – im idyllischen Nordseeheilbad Neuharlingersiel mit seinem romantischen Hafen, seiner aktiven Krabbenkutterflotte und dem historischen Sielhof – präsentiert sich mit dem BadeWerk Neuharlingersiel eine ganz besondere, gehobene Wellness-Einrichtung an der ostfriesischen Nordseeküste.

Im BadeWerk erleben die Gäste Wellness im absoluten Einklang mit der Natur – sowohl unter architektonischen Gesichtspunkten als auch bei ihren Anwendungen. Bei der Einrichtung wurde sehr viel Wert auf die Verwendung natürlicher Materialien und einen authentischen Baustil gelegt. Der ortstypische Charakter des Fischerdorfs spiegelt sich so im BadeWerk Neuharlingersiel wider. Bei Massagen, Behandlungen und Therapien kommen örtliche Heilmittel wie Meerwasser und der 400 Jahre alte, einzigartige originale Neuharlingersieler Naturschlick zum Einsatz. Die Verwendung des Neuharlingersieler Naturschlicks und des natürlichen Meerwassers spielt eine ganz große Rolle. Es liegt dem Kurverein Neuharlingersiel e.V. viel daran, im Einklang mit der Natur zu handeln und zu behandeln. Diese Maxime werden im BadeWerk Neuharlingersiel betont – auch durch den Bezug zu den Gezeiten – dem fantastischen Naturphänomen, das sich so erfrischend abwechslungsreich und besonders stark ausgeprägt an unserer Küste erleben lässt. Deshalb sind die Bereiche des BadeWerk Neuharlingersiel nach den Gezeiten unterteilt: einsetzende Ebbe steht für Massagen und Kosmetik, Ebbe für Sauna und Bistro, einsetzende Flut für Gymnastik und Fitnesstraining und Flut für Schwimmen und Wassergymnastik.

Am 11. Juni 2011 wurde die neue Thalasso-Einrichtung im Nordseeheilbad Neuharlingersiel feierlich eingeweiht. Jörg Bode, Wirtschaftsminister des Landes Niedersachsen, betonte in seiner Festrede die Bedeutung von Thalasso für den Gesundheitstourismus an der Nordseeküste. Es sei richtig und wichtig, dass Thalasso ein Schwerpunkt des BadeWerk Neuharlingersiel sei. Danach enthüllte der Minister das Logo des BadeWerk Neuharlingersiel über dem Haupteingang und läutete damit ein neues Wohlfühlzeitalter an der ostfriesischen Nordseeküste ein.

Die Baumaßnahmen für das BadeWerk Neuharlingersiel dauerten neun Monate. Insgesamt investierte der Kurverein Neuharlingersiel e.V. 7,5 Mio. Euro in die neue Spa-Einrichtung.

Kurverein Neuharlingersiel

Mai
25

Schüler der Alexander von Humboldt Schule in Wittmund untersuchten im Rahmen ihres Seminarfaches in der 11. Klasse die Besonderheiten der Inselversorgung. Das Themenangebot kam in Kooperation mit dem Deutschen Sielhafenmuseum in Carolinensiel zustande. Am kommenden Sonntag, den 29. Mai von 10.30 bis 16.30 werden die Schüler die Ergebnisse ihrer Recherchen im Groot Hus des Museums vorstellen. Die 16 Schüler hatten sich zu Expertengruppen für die 3 Häfen im Landkreis Wittmund zusammen gefunden. Mit großer Unterstützung der Inselreedereien und der jeweiligen Touristiker informierten sich die Schüler über die jeweiligen Besonderheiten in Schifffahrt und Versorgung. So konnten die Wangerooge Gruppe z.B. morgens um 5:30 Uhr mit dem Frachtschiff der Reederei Warrings mitfahren um nicht nur die Fahrt, sondern auch die Logistik des Be- und Entladens selbst zu erleben.

Kapitän Klaus Pampuch erläutert den Schülern die Abläufe der Logistik im Hafen Harlesiel


Am Sonntag werden die Ergebnisse referiert. Es wird z.B. auf die Besonderheit der Insellage im Weltnaturerbe hingewiesen, aber auch die unterschiedlichen Fracht und Fährkonzepte der Reedereien werden beleuchtet. Die Energieversorgung wird thematisiert und auch die Ergebnisse von Zeitzeugeninterviews mit Langeooger Bewohnerinnen vorgestellt.
Für den Schulleiter der KGS ist diese Kooperation mit dem Deutschen Sielhafenmuseum ein gelungenes Beispiel für die Zusammenarbeit mit einem außerschulischen Lernort: „Nirgendwo sonst können Schüler so hautnah lernen, sich mit ihrer unmittelbaren Umgebung so intensiv auseinander zu setzen.“ Museumsleiter Manfred Sell freut sich schon auf die weitere Zusammenarbeit, denn im nächsten Jahr soll aus den Arbeitsergebnissen eine Sonderausstellung entstehen.
Gäste sind zur Veranstaltung herzlich willkommen, für das leibliche Wohl sorgen ebenfalls die Schüler der KGS.

Bahn Mitarbeiter Günther Gruben informiert über den Personenverkehr nach Wangerooge

Apr
06

Die Quilterinnen der Gruppe MeerArt zeigten im vergangenen Jahr die sehr erfolgreiche Ausstellung “… und fuhren übers Meer” in der Galerie im Deutschen Sielhafenmuseum von Carolinensiel. Nun hatte Museumsleiter Manfred Sell die Freude, die Ausstellung im Venenkolonialmuseum in Veendam zu eröffnen. Die Einladung zur Ausstellungseröffnung fand große Resonanz, was sicherlich auch darauf zurück zu führen ist, dass es in den Niederlanden mit 13.000 organisierten Quilterinnen fast doppelt so viel gibt wie in Deutschland. Auch von den Mitgliedern der Gruppe MeerArt, je 7 Damen aus Nordwestdeutschland und den Niederlanden, hatte nicht nur die Wittmunder Organisatorin Helene Fischer den Weg auf sich genommen und konnten viele interessante Gespräche mit den Gästen führen.
Die Ausstellung wird in Veendam bis zum 28. August gezeigt und ist dann bis Ende 2012 in München, Syke und Flensburg zu sehen.

Ausstellungseröffnung in Veendam.

Ausstellungseröffnung in Veendam. Im Vordergrund rechts Museumsleiterin Petra Maters. Stehend, Helene Fischer (vierte von links), links daneben Hendrik Hachmer (Kurator) und Manfred Sell, Leiter des Sielhafenmuseums.

Apr
05

Mit Beginn der Museumssaison haben auch die geführten Spaziergänge der ehrenamtlichen Lotsen des Deutschen Sielhafenmuseums in Carolinensiel wieder begonnen. Mittwochs und sonntags geht es jeweils um 11 Uhr los. Treffpunkt am Mittwoch ist der Schiffsbug aus Beton am Hafen Ost in Harlesiel. Im Laufe der rund einstündigen Führung lernen die Teilnehmer den Hafen, Schöpfwerk oder auch das Thema Weltkulturerbe Wattenmeer mit ganz anderen Augen sehen. Sonntags um 11 Uhr startet der Ortsrundgang vor dem Groot Hus am Museumshafen. Von hier aus geht es um den Hafen zur Kirche und durch die romantischen Lohnen von Carolinensiel.
Weitere Informationen gibt es im Deutschen Sielhafenmuseum unter 04464-86930. Übrigens, auch mach Carolinensieler und Wittmunder stellte schon fest: Das habe ich ja noch gar nicht gewusst!

Apr
04

Die Fluglinien Luftverkehr Friesland und Frisia-Luftverkehr schließen sich zusammen. Beide Luftverkehrsbetriebe arbeiten eigenständig weiter. Enger kooperiert wird bei der Flugzeugwartung und dem gemeinsamen Einkauf.

Harlesiel – Die Inselflieger der Luftverkehr Friesland Harle (LFH) und der Frisia-Luftverkehr in Norddeich (FLN) haben sich zur gemeinsamen Firmengruppe Neue Inselflieger zusammengeschlossen. “Nachdem wir schon lange eng kooperiert hatten, haben wir uns nun zusammengetan”, sagte am Freitag Carl-Ulfert Stegmann vom Vorstand der Aktiengesellschaft Reederei Norden-Frisia, Mutter der Frisia-Luftverkehr. LFH-Chef Jan Lüppen Brunzema bleibt auch künftig Chef seiner Inselflieger, beide Luftverkehrsbetriebe sollen eigenständig geführt werden.

Flotte mit 16 Flugzeugen
Die neuen Inselflieger sind mit gemeinsam 16 Flugzeugen vom Typ Cessna und Britten Norman Islander und rund 120 000 Fluggästen pro Jahr künftig die größte Luftverkehrsgesellschaft auf der ostfriesischen Halbinsel. Während in Harlesiel 22 Mitarbeiter beschäftigt sind, arbeiten in Norddeich 12 Mitarbeiter.

“Unsere beiden Betriebe passen von der Struktur her gut zusammen”, sagte Stegmann. Die Frisia-Luftverkehr versorgt in erster Linie die Insel Juist, die Luftverkehr Friesland die Inseln Wangerooge und Langeoog. Beide Unternehmen bieten Charter- und Rundflüge zu den Ost- und Nordfriesischen Inseln, nach Helgoland sowie Charterflüge für Geschäftsleute an.

“Wir haben die gleichen Flugzeuge und die gleichen Probleme”, sagte Brunzema. Insofern bringt die künftige Zusammenarbeit für beide Partner gleiche Vorteile: So wartet die LFH-Tochter Flugzeug-Service Friesland seit Januar die Flugzeuge von FLN. Geplant ist außerdem der gemeinsame Einkauf von Sprit und Ersatzteilen, aber auch personell und technisch wollen sich beide Luftverkehrsbetriebe künftig verstärkt unterstützen.

Für Fluggäste und Mitarbeiter soll sich nur wenig ändern. Geplant sind eine gemeinsame Internetplattform Inselflieger und ein einheitliches Buchungssystem.

Luftverkehrsteuer
Ein Beispiel für die bereits gut funktionierende Zusammenarbeit beider Luftverkehrsbetriebe ist ihr gemeinschaftlich abgestimmtes Vorgehen in Sachen Luftverkehrssteuer. Bundestag und Bundesrat hatten nach massiven Protesten zwar eine Ausnahme für Flüge von und zu den deutschen Inseln von der Steuer beschlossen, doch nun muss erst noch die EU-Kommission zustimmen. In Brüssel wird zurzeit geprüft, ob es sich bei der Ausnahme eine unzulässige Beihilfe handelt. Das Ergebnis der laufenden Vorprüfung steht noch aus. Das Land Niedersachsen setze sich intensiv für die Genehmigung der Ausnahme ein, sagte Stegmann. “Wir hoffen, dass auch den Politikern in Berlin bewusst ist, um was es geht”, sagte er.

Bis die EU eine Entscheidung gefällt hat, müssen die Inselflieger die Steuer von acht Euro pro Flug kassieren, Ausnahmen bestehen nur für Insulaner, Patienten und für Flüge zur Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben.